Um Influencer zu werden, braucht man weder ein besonderes Talent noch von Anfang an eine riesige Followerzahl. Mit einem klaren Konzept, konstantem Content und einer Strategie, die die ersten Kennzahlen ganz natürlich aufbaut, kann jeder starten.
Legen Sie zuerst Konzept und Zielgruppe fest
Der Ausgangspunkt jedes Influencers ist die Frage: "Wem erzähle ich welche Geschichte?" Je enger das Thema gefasst ist – etwa Beauty, Fitness, Finanzen, Elternschaft oder Food –, desto leichter sammeln sich Follower. Ist das Thema zu breit, wirkt der Content unstrukturiert, und der Account bleibt niemandem im Gedächtnis.
Profilbild, Bio und drei bis neun repräsentative Beiträge sollten denselben Ton haben, damit Erstbesucher innerhalb von drei Sekunden entscheiden können, ob sie folgen. Dieser erste Eindruck ist im Grunde Ihre Conversion-Rate.
Warum die ersten Follower so wichtig sind
Sowohl der Social-Media-Algorithmus als auch die menschliche Psychologie bevorzugen "bereits anerkannte" Accounts. Veröffentlichen ein Account mit 10 Followern und einer mit 1.000 Followern denselben Content, genießt Letzterer deutlich mehr Vertrauen. Man nennt das social proof.
- Niedrigere Einstiegshürde – Erst ab einer gewissen Größe klicken neue Besucher unbeschwert auf "Folgen".
- Bessere Sichtbarkeit – Beiträge mit früher Resonanz werden eher in Explore-Feeds oder Empfehlungen angezeigt.
- Motivation bleibt erhalten – Bleibt jede Reaktion aus, verliert zuerst der Creator selbst die Motivation. Kleine Erfolge sind der Treibstoff fürs Weitermachen.
Für den Einstieg gibt es auch den Service Instagram-Follower erhöhen, mit dem sich die Grundgröße des Accounts in natürlichem Tempo aufbauen lässt. Followerzahlen allein reichen jedoch nicht aus – die Pflege von Content und Engagement, wie im Folgenden beschrieben, muss unbedingt parallel erfolgen.
Pflegen Sie gleichzeitig die Engagement-Kennzahlen (Likes, Kommentare, Speicherungen)
Viele Follower bei kaum vorhandener Reaktion auf Beiträge wirken eher unnatürlich. Wirklich wachsende Accounts zeichnen sich durch ein stabiles Verhältnis von Likes, Kommentaren und Speicherungen zur Followerzahl aus – die sogenannte Engagement-Rate. Follower und Engagement-Kennzahlen sollten daher ausgewogen zusammen aufgebaut werden, damit es natürlich wirkt.
Inhaltlich steigern informative Beiträge, die man speichern möchte, Fragen, die zu Kommentaren anregen, und Reels, die man teilen will, die Engagement-Rate. Auch die Veröffentlichungszeit sollte sich an den aktiven Zeiten der Follower orientieren – abends und am Wochenende fällt die erste Resonanz besser aus.
💡 Tipp. Statt tausender Follower auf einen Schlag wirkt ein Zuwachs über mehrere Tage verteilt für den Account deutlich natürlicher. Passen Sie auch die Engagement-Kennzahlen proportional zur Followergröße an.
Konstanz schlägt den Algorithmus
Drei bis fünf Beiträge pro Woche, zu festen Wochentagen und Uhrzeiten veröffentlicht, sind wirkungsvoller als ein einmaliger Hit. Der Algorithmus bevorzugt Accounts mit gleichmäßiger Aktivität, und auch Follower vertrauen vorhersehbaren Accounts mehr. In den ersten ein bis zwei Monaten mag die Resonanz noch träge wirken, doch sobald sich 30 bis 50 Beiträge angesammelt haben, verändert sich die Kraft des gesamten Accounts spürbar.
Legen Sie sich im Voraus mindestens zehn Content-Ideen auf Vorrat und wiederholen Sie gut angekommene Themen in neuem Format. Reaktionsdaten sind der Kompass für den nächsten Content.
Der Übergang zu Kooperationen und Monetarisierung
Kooperationsanfragen beginnen meist bei Mikro-Influencern mit etwa 3.000 bis 10.000 Followern einzutreffen. Sie haben oft eine höhere Engagement-Rate und eine klarer definierte Zielgruppe als große Accounts, weshalb Marken sie mitunter sogar bevorzugen.
- Media-Kit vorbereiten – Fassen Sie Followergröße, durchschnittliche Engagement-Rate, wichtigste Altersgruppen und Regionen der Follower sowie repräsentativen Content auf einer Seite zusammen.
- Selbst aktiv werden – Es braucht auch die Initiative, Kooperations-E-Mails an Marken zu schicken, die man selbst mag. Es gibt keinen Grund, nur abzuwarten.
- Vertrauen bewahren – Kennzeichnen Sie Werbekooperationen ehrlich und bewerben Sie nur Produkte, die zum Ton des Accounts passen – so wird das Vertrauen der Follower zu langfristigem Einkommen.
Wer mehr über Social-Media-Marketing im Allgemeinen erfahren möchte, findet weitere Informationen im SNS-Marketing-Guide und bei den Instagram-Services.
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